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Beispielhafter Ablauf eines Trainings für eine Brustkrebspatientin

In diesem Post möchte ich ein beispielhaftes Training für eine Brustkrebspatientin skizzieren.

Ich betrachte hierbei die unterschiedlichen Phasen:

 

  • Nach Diagnose
  • Nach OP bzw. während der Therapie
  • Nach der Therapie.

 

‼️WICHTIG‼️

Krebserkrankungen sind sehr unterschiedlich. Entsprechend spezifisch muss ein Training angepasst werden. Dabei müssen Faktoren wie Metastasen und ihre Verortung, das Osteoporose-Risiko, die angewandten Therapien und ihre jeweiligen Nebenwirkungen berücksichtigt werden.

Als Beispiel wird hier gezeigt, wie ein Training für eine Brustkrebspatientin aussehen kann. Dabei wird ein Verlauf ohne Metastasierung angenommen. Der Tumor wurde brusterhaltend operiert. Anschließend findet eine Strahlentherapie statt, um unentdecktes Tumorgewebe zu behandeln.

 

🗣 Das Training sollte IMMER mit einem Experten geplant und durchgefü̈hrt werden.

 

NACH DER DIAGNOSE

Inhalt: Angepasstes Kraft- und Ausdauertraining. Entsprechend dem Leistungsvermögen und der Vorerfahrung der Trainierenden auch im hoch intensiven Bereich.

Ziel: Verbesserung der Muskulatur, Kräftigung des Herzmuskels, Verbesserung des Allgemeinzustands.

 

NACH DER OP/ WÄHREND DER THERAPIE

Inhalt: Mobilisation der Schulter. Kraft- und Ausdauertraining im Bereich 50-60% des körperlichen Maximums. 

Ziel: Erhalt der Muskulatur (besonders im Arm- und Schulterbereich), Erhalt der Knochenstruktur (besonders während einer adjuvanten antihormonellen Therapie), verhindern/vermindern von Nebenwirkungen wie Fatigue oder Appetitlosigkeit), neuronale Rehabilitation der operierten Stelle, um Folgebeschwerden zu vermeiden. 

 

NACH DER THERAPIE

Inhalt: Kraft- und Ausdauertraining entsprechend dem individuellen Leistungsvermögen. 

Ziel: (Wieder-) Aufbau der Muskulatur, Verbesserung der Schulterarbeit auf muskulärer und neuronaler Ebene, Verbesserung des Allgemeinzustands, Rückgewinn/Erhalt der Selbstständigkeit. 

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